
Autismus-Diagnostik und Behandlung für Erwachsene in Hamburg
Immer mehr Erwachsene stellen sich die Frage, ob sie autistisch sein könnten. Häufig entsteht dieser Verdacht erst spät, manchmal durch die Diagnose des eigenen Kindes, durch Berichte anderer Betroffener oder durch das Gefühl, sich im sozialen Miteinander schon immer bewusst anstrengen zu müssen.
Autismus wird klinisch diagnostiziert, es gibt also keinen einzelnen Test, der eine eindeutige Antwort liefert. Besonders bei Erwachsenen mit guter Kompensationsfähigkeit ist das anspruchsvoll: Viele Menschen mit Ausprägungen des autistischen Spektrums haben über Jahre gelernt, soziale Situationen bewusst zu analysieren und passende Reaktionen abzuleiten. Was von außen unauffällig wirkt, ist innerlich oft ein anstrengender Prozess. Dieses sogenannte Masking führt dazu, dass Autismus bei Erwachsenen häufig spät erkannt wird, Frauen sind davon besonders betroffen.
Autismus im Erwachsenenalter: Kommt Ihnen das bekannt vor?
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Soziale Situationen kosten Sie viel Kraft, auch wenn sie nach außen mühelos wirken
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Sie haben sich Regeln für zwischenmenschliches Verhalten bewusst erarbeitet, statt sie „automatisch" zu spüren
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Nach geselligen Situationen sind Sie stark erschöpft und brauchen lange, um sich zu erholen
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Veränderungen, unerwartete Planänderungen oder Reizüberflutung belasten Sie besonders
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Sie haben ausgeprägte Interessen, in die Sie tief eintauchen
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Sie hatten schon in der Kindheit das Gefühl, „anders" zu sein, ohne es benennen zu können
Wenn Sie sich hier wiederfinden, kann eine Abklärung Klarheit bringen.
Sie suchen Abklärung für Ihr Kind? Informationen zu unserem speziellen Angebot für die Therapie und Diagnostik (u. a. ADHS und Autismus) von Kindern und Jugendlichen finden Sie hier.
Ablauf der Autismus-Diagnostik
Unsere Autismus-Diagnostik ist individuell angepasst. Wir gehen nach dem Grundsatz vor, so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu erheben, um zu einer gesicherten Diagnose zu kommen. Nach einem ausführlichen Erstgespräch mit Anamnese erhalten Sie über unsere Patient:innenplattform Fragebögen zur Selbsteinschätzung, die Sie bequem von zu Hause ausfüllen. Auch eine Bezugsperson wird einbezogen.
Es folgen ein klinisches Interview, ein Testungstermin sowie eine ausführliche Differentialdiagnostik, in der wir andere mögliche Ursachen oder zusätzlich existierende Belastungen wie Depressionen, Angst- oder Zwangsstörungen, Traumafolgestörungen oder eine AD(H)S abschätzen, um uns ein ganzheitliches Bild zu verschaffen und belastbare Diagnosen stellen zu können.
Zum Abschluss besprechen wir die Ergebnisse mit Ihnen, Sie erhalten einen ausführlichen schriftlichen Befundbericht und wir beraten Sie zu weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Eine Diagnose ist kein Endpunkt, sondern eine Grundlage. Wenn Sie möchten, bieten wir Ihnen im Anschluss auch eine Einzeltherapie an, in der wir an den Themen arbeiten, die Sie im Alltag am stärksten belasten.
Die Diagnostik umfasst mehrere Termine über einen gewissen Zeitraum. Die Bereitschaft, dafür in unsere Praxis nach Hamburg-Ottensen zu kommen, ist Voraussetzung. Im Verlauf prüfen wir gemeinsam, ob einzelne Teile auch online stattfinden können.
Autismus und AD(H)S treten häufig zusammen auf und die Kombination wird in den sozialen Medien auch AuDHD genannt. Erst seit dem DSM-5 ist eine Doppeldiagnose überhaupt vorgesehen, weshalb viele Erwachsene bislang nur eine der beiden Diagnosen erhalten haben. Bei uns können Sie beide Fragestellungen in einem Prozess abklären lassen. Wenn Sie beide Verdachtsmomente haben, sprechen Sie uns bitte gleich bei Ihrer Anfrage darauf an.
Da sich der Umfang je nach Anliegen unterscheidet, erhalten Sie bei Ihrer Anfrage von uns einen individuellen Kostenvoranschlag. So haben Sie von Anfang an Klarheit über die zu erwartenden Kosten.

